Die Regionalzeitung der Süd-Weststeiermark - Auflage: 43.000 Stück

Die Bad-Schwanberg-Halle bot den Rahmen für einen Schaulauf regionaler Leistungsbereitschaft. 100 Sterne ließ die WKO Regionalstelle Deutschlandsberg dabei auf jene regnen, die die Extrameter in der Lehrausbildung mit Freude gegangen sind und auf jene, die sich mit dem Ablegen der Meister- oder Befähigungsprüfung den Karriereweg in Richtung Selbstständigkeit bereits ebneten. (Fotos: Fischer)

 

„Bestens ausgebildete Fachkräfte braucht das Land“, sind sich WKO Steiermark-Vizepräs. Gabi Lechner und WKO Regionalstellenobm.-Stv. Johann Pirker einig. Denn trotz wirtschaftlicher Herausforderungen klafft am Lehrstellenmarkt nach wie vor eine große Lücke. Für beide ist klar: „Wir müssen heute dafür sorgen, dass morgen genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.“ Das WKO Veranstaltungsformat „Stars of Styria“, das ausgezeichnete Lehrlinge und ihre Betriebe ehrt, ist dafür ein wesentlicher Mosaikstein.

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Das Team der WKO Regionalstelle Deutschlandsberg machte aus der Verleihung eine Gala der Leistungsbereitschaft.

Denn die Politur des Lehrlingsimages ist Gebot der Stunde. Den Erfolgreichsten die Bühne zu bereiten, den Meister mit dem Master gleich zu stellen und die Lehre mit Matura zu verknüpfen, sind mehr als nur Ansätze, um Bewusstseinsbildung zu schaffen. Denn sieht man sich die Bildungswege jener an, die erfolgreich Unternehmen führen, wird schnell klar: Lehrlinge von heute sind oft die Wirtschaftstreibenden von morgen.

 

Stars of Styria: Beeindruckende Leistungsschau der Betriebe in der Lehrlingsausbildung

Es war der Griff nach den Sternen, der im Rahmen der „Stars of Styria“-Gala in Bad Schwanberg gefeiert wurde. Denn die erfolgreichen Nachwuchs-Fachkräfte von heute sind die Karrieremacher von morgen.

Von Verena Kicker moderiert, bot die „Stars of Styria“-Verleihung – powered by Raiffeisen, Uniqa und Energie Steiermark – alles, was einen gelungenen Abend mit jeder Menge Star-Potenzial ausmacht. Das Scheinwerferlicht wurde nicht nur auf die jungen Menschen gerichtet, die mit jeder Menge persönlichem Einsatz ihre Lehrausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg abschlossen, sondern auch auf die Betriebe, die ihnen dafür das Rüstzeug mitgaben. Denn die Investition in Lehrlingsausbildung ist in vielen Unternehmen schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr.
Umso schöner, dass im Bezirk Deutschlandsberg allein im Vorjahr 679 Jugendliche in 256 Betrieben ihre Ausbildung zum Abschluss bringen konnten. Denn Nachwuchs-Fachkräfte bilden nach wie vor das Rückgrat für unsere wirtschaftlich schlagkräftige Region.

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WKO Regionalstellenleiter Jan Ulrich, WKO Vizepräs. Gabi Lechner, WKO Regionalstellenobm. Johann Pirker und Bgm. Karlheinz Schuster bereiteten den „Stars of Styria“ eine großartige Bühne in Bad Schwanberg.

Lehre bringt’s
Um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, ist es heute wichtiger denn je, Weichen in Richtung Attraktivierung von Lehrberufen zu setzen. „Wir befinden uns inmitten eines demographischen Tsunamis, dessen Folgen für unsere Gesellschaft nach und nach sichtbar werden“, so WKO Regionalstellenobm. Johann Pirker. Getragen vom Bestreben, keine Jugendlichen mehr als Bildungsabbrecher zu verlieren, wurde von der WKO auch das Talentcenter ins Leben gerufen, das hervorragend angenommen und bereits erweitert wurde.
Zudem wird gezielt an einem neuen Bewusstsein für technische Berufe gearbeitet. Insbesondere Mädchen sollen dafür begeistert werden. Mit Metalltechnik, Elektrotechnik und Industriekauffrau finden sich bereits drei dieser Berufe unter den zehn häufigsten Lehrberufen von Mädchen – Tendenz steigend.

„Altes Handwerk“ im Aufwind
Neben 38 ausgezeichneten Lehrabsolventen und 26 Ausbildungsbetrieben galt es an diesem Star-Abend auch 36 frischgebackene Meister zu ehren, die sich teils schon sehr konkret auf dem Sprung in die Selbst-
ständigkeit befinden. Auffällig war dabei, dass auch „altes Handwerk“ wie Schneiderei, Bäckerei oder Keramikwerkstatt wieder verstärkt Fuß fasst.

Strahlendes Zeichen der Wertschätzung
„Die Auszeichnung zum ‚Star of Styria‘ ist ein kräftiges Zeichen der Wertschätzung gegenüber jenen Menschen und Unternehmen, die in besonderem Maße in die Ausbildung – und damit in die Zukunft unseres Landes – investierten“, bekräftige WKO Regionalstellenobmann Manfred Kainz. Für ihn ist klar: Unternehmer, die künftig gutes Fachkräfte-Personal haben möchten, müssen dieses auch selbst ausbilden. Wirtschaftlich sieht er den Bezirk Deutschlandsberg, der mit der Koralmbahn ins Zentrum von Europa gerückt wurde, im Aufwind. „Uns wurde damit die großartige Chance geboten, neue Arbeitsmärkte zu erschließen“, blickt Kainz mit Optimismus voraus.
Die Kraft des WIR-Gedankens brachte dazu passend Egon Klinger, Direktor der Raiffeisenbank Süd-Weststeiermark ins Spiel: „Diese positive WIR-Energie, die bei dieser Veranstaltung so deutlich spürbar ist, treibt an, um nach den Sternen zu greifen“, animierte er die jungen Fachkräfte dazu, ihre Träume zu leben. •

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