Die ÖVP Bezirk Deutschlandsberg hat sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema Wirtschaft verschrieben. Bei einem Pressegespräch führte BPO 2. LT-Präs. Werner Amon aus, warum es gerade in der Region allen Grund gibt, optimistisch zu sein.
Wenn man vom Jammern ins Analysieren kommt, dann zeigt sich klar, dass die Wirtschaftsentwicklung im Bezirk Deutschlandsberg in allen Bereichen nach oben zeigt. Im Vergleich der Jahre 2023 und 2024 gibt es mehr Unternehmer, mehr Wertschöpfung und auch touristisch zeigt der Trend nach oben.
„Umso mehr gilt es, uns bewusst zu machen, dass wir im Bezirk gut unterwegs sind. Wir haben ganz klar eine zarte Pflanze des Wachstums und auch die Auftragsbücher füllen sich wieder“, sieht BPO Werner Amon die Zeit gekommen, um wieder Optimismus zu streuen.
„Wir brauchen die L 601“
Als Wirtschaftstreiber bezeichnet er die Koralmbahn, die im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung in die Region bringt.
„Durchschnittlich 11.000 Passagiere am Tag übertreffen alle Erwartungen. Die Dynamik ist riesig und die Parkplätze am Bahnhof Weststeiermark sind immer gut gefüllt. Was es aber unbedingt braucht, um unseren Bezirk für Unternehmensansiedlungen noch attraktiver zu machen, ist der Fertigbau der L 601 – von Wettmannstätten Richtung Bahnhof Weststeiermark. Die Weichen dafür sind im Regierungsprogramm gestellt. Noch heuer soll die Planung zu Ende gebracht werden und läuft dann alles nach Plan, sollte eine Fertigstellung 2029 doch realistisch sein“, sieht Amon das Straßenprojekt grundsätzlich auf Schiene.

BPO 2. LT-Präs. Werner Amon im Gespräch über Wirtschaft, Jobs und Standortentwicklung.
Blick auf Landesbudget
Wirtschaft, Job und Standort – das ist es, worauf auch die Steirische Volkspartei setzt. Grundlage dieses Handelns ist folgender Dreiklang: Sparen – weil es notwendig ist. Investieren – wo es sinnvoll ist. Reformieren – um das Land zukunftsfit zu machen.
„Wir müssen damit beginnen, unser Landesbudget in Ordnung zu bringen – sprich, wir müssen es schaffen, keine weiteren Schulden mehr zu machen. Vor diesem Hintergrund spricht für mich auch nichts gegen eine Teilprivatisierung der Energie Steiermark, die so auch vereinbart ist. Das ist derzeit brachliegendes Kapital, und da reden wir von einem Wert rund um eine Milliarde“, macht für Amon eine teilweise Veräußerung – wobei der Löwenanteil immer beim Land bleiben muss – durchaus Sinn.
Kein Geisterbahnhof
Zur Sprache kamen auch die leer stehenden Gastronomie- und Verkaufsflächen direkt im Gebäude des Bahnhofs Weststeiermark. „Das macht kein gutes Bild. Hier ist die ÖBB-Infrastrutkur gefordert, Interessenten endlich preislich entgegenzukommen. LR Karlheinz Kornhäusl, Bgm. Johann Posch und ich werden gemeinsam nach Wien fahren, um mit den Zuständigen zu sprechen. Wenn das nicht hilft, führt unser nächster Schritt ins Parlament“, hofft Amon auf ein Einlenken.
Interesse an Flächen
Erfreulich ist, dass zahlreiche Betriebe Interesse an Flächen rund um den Bahnhof Weststeiermark zeigen. „Es laufen viele Gespräche mit der Laßnitztal Entwicklungs GmbH“, hofft Amon, schon bald Gast bei einem weiteren Spatenstich sein zu können. Denn eine starke Wirtschaft sichert Jobs und ist das Rückgrat einer lebenswerten Steiermark. •